Philosophie
Philosophie

Philosophie



Sprache ist Kultur. Sie lebt und verändert sich fortwährend. Neue Wörter, Redewendungen und Definitionen entstehen täglich. Deshalb sollte Ihre Übersetzung von professionellen Übersetzern angefertigt werden, die sich sowohl in der Ausgangs- als auch Zielsprache hervorragend auskennen.

Was aber macht eine literarisch gute Übersetzung aus? Muss sie sich wortwörtlich an das Original halten? Oder wenn nicht, wie weit darf sie sich davon entfernen? In der Regel wird eine Übersetzung erst dann stilistisch gut, wenn der Satzbau angepasst wird. Selbst eine angeblich so einfache Sprache wie das Englische lässt sich im Deutschen niemals eins zu eins abbilden. Das verhindert bereits der unterschiedliche Satzbau in beiden Sprachen.

Aber Übersetzen ist nicht nur Handwerk, sondern auch Kreativität. Der Übersetzer ist also nicht nur Handwerker, sondern auch kreativer Künstler. Die Übersetzung, die er schafft, ist keine Kopie des Originals in einer anderen Sprache, sondern ein eigenständiges Werk. Deshalb gibt es bei übersetzter Literatur zwei Urheber: den Autor und den Übersetzer. Dass der Übersetzer ein zweiter Urheber ist, dürften die wenigsten wissen. Und auch in den Medien wird die Urheberschaft des Übersetzers zumeist übersehen.

Wie aber wird man Übersetzer? Eine schwer zu beantwortende Frage, aber ich denke, dass man sich zunächst einmal zu dieser Tätigkeit hingezogen fühlen muss. In meinem Fall, lag das insofern nahe, als dass ich mit zwei Kulturen aufwachsen durfte. Zweisprachig aufzuwachsen und von klein auf den Umgang mit zwei verschiedenen Kulturen zu erlernen, ist zweifellos ein Vorteil. Inzwischen gibt es in Deutschland mehrere Studiengänge, in denen literarische Übersetzer ausgebildet werden. Und doch bin ich der Meinung, Literaturübersetzer wird man nicht durch ein Studium. Unverzichtbare Voraussetzung sind die Beherrschung der Original- und vor allem der Zielsprache, wichtig fürs Übersetzen sind aber auch ein gerüttelt Maß an Lebenserfahrung und eine nicht zu bändigende Neugier. Die Sprachbeherrschung mag man an der Universität erlernen oder zumindest vertiefen können, die Neugier muss jedoch bereits vorhanden sein und Lebens- und Berufserfahrung erwirbt man mit der Zeit.

Zum Abschluss noch ein Satz zur meist gestellten Frage an einen Übersetzer: "Hätten Sie eigentlich auch Lust, selbst zu schreiben?" Darauf kann ich nur erwidern: "Tue ich längst - ständig, das versichere ich Ihnen."